Panama 2018

 

Rückblickend erscheint mir diese Reise wie ein Wunder, wie ihr ja gelesen habt, fiel unser Sommerurlaub 2017 aus. Er fiel aus, weil ein Arzt, mein Arzt, nicht erkannte, was mir fehlt. Ich  verdanke diesen Urlaub hier einer Ärztin, die innerhalb von 2 Wochen feststellte, was mir fehlt und der ich, ehrlich gesagt, nicht nur diesen Urlaub, sondern mein Leben verdanke. Dank ihr, flog ich im Februar nach Panama. Mein Highlight an dieser Reise war, dass wir zu viert flogen. Meine große Tochter Sara-Paulina (21) hatte kurz vorher alle Prüfungen hinter sich gebracht und kam mit. Wie wunderbar – wir waren komplett.

(Ihr merkt, Latainamerika hat uns scheinbar besonders in seinen Bann gezogen. Der Flug nach Panama verging rasend schnell, vielleicht ist es aber mittlerweile so, dass ich mich an die langen Flüge gewöhnt habe.)

In Panama City angekommen, begrüßte uns die Mittagssonne und Caspar. Er war der Guide, der uns zum Hotel brachte und diese erste Fahrt gleich mit einer Sightseeingtour verband. Er schnatterte und schnatterte und wir schauten aus dem Fenster. Gegen 15 Uhr waren wir im Hotel, checkten ein und wollten uns eigentlich nur eine Stunde ausruhen. Doch wir kamen an diesem Tag nicht mehr aus dem Bett und 19 Uhr schliefen wir. Dafür begannen wir Tag 1 sehr früh, weil wir punkt 4 Uhr morgens putzmunter auf den Tagesstart warteten. Zum Frühstück  ging es nach unten in unser Hotel, was sehr witzig war, der Fahrstuhl wollte alle Etagen bedienen, nur unsere die 2, die ignorierte er geflissentlich. Das Hotel Tryp liegt zentral und so trafen wir schon beim Frühstück auf Leute aus allen Herrenländern.

Hotel Tryp

An der Rezeption schauten wir uns so an, was wir machen könnten und dann kam schon unser Caspar. Der fuhr uns zu unserer Autovermietung und wir überlegten dort fieberhaft, ob denn unsere 5 (!!!) Koffer in diesen Kofferraum passen werden, wenn unsere Rundreise beginnt.  Oje …. Caspar war  so lieb und begleitete uns zurück zum Hotel, besser er eskortierte, denn obwohl wir ein Auto mit Navi gebucht hatten, bekamen wir keines – denn die funktionieren hier alle mit WIFI und das haben wir nicht. Oje – uns steht eine Reise mit Karte bevor!

Zurück im Hotel erwartet uns Mario, den hatte das Hotel in der Zwischenzeit für uns buchen können und unsere Tour durch die Stadt begann. Wie schon am Tag davor, erwähnt er stolz den Trump Tower und zeigt auf einen Wolkenkratzer in der Ferne. Panama City ist eine Stadt mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite ist da eine Altstadt, geprägt von Spaniern und Franzosen und dann ist da diese moderne, pulsierende Neustadt, die sich mit Glasfassaden und Wolkenkratzern schmückt. Caspar erklärt geduldig Baustile und wie man erkennt, ob man vor einem spanischen oder eher französischen Gebäude steht. Wir laufen und staunen und ich fühle die Sonne intensiver auf meiner Haut als jemals zuvor. Immer wieder tasten meine Hände vorsichtig über meine kurzen Haare. Seit 6 Wochen wachsen sie wieder und ich fühle mich unwohl. Immer wieder denke ich daran, wie ich aussehe, denn meine Haare sind dunkel und irgendwie so überhaupt nicht ich. Plötzlich stehen wir vor einem riesigen P A N A M A, hm wie nenne ich es bloß…. ach schaut selbst. 8E67A75F-7A46-4C7F-BA29-CD1DF7B85543

Mario nimmt einfach meine Kamera und schon stehen wir da und ich vergesse alle Sorgen. Was soll’s – ich lebe und meine Familie liebt mich. Die Altstadt ist eher meines, schaut selbst:

 

Wunderbare kleine Gassen, ach ich träume mich in die Vergangenheit. Mario erklärt indessen Religion, die Rolle der USA und führt uns weiter zu einer Kirche.

 

Doch hier nun auch einmal die andere Seite der Stadt. 7F865318-34D9-4C31-B3DB-12BA86AF28B1

Mario führt uns zu einem Platz, der häufig für Filmproduktionen genutzt wird. Er erzählt auch von einigen, aber ihr wisst ja, Filme und ich, das ist wie Feuer und Wasser. Dann bittet er uns, über die Brüstung auf das Wasser unter uns zu schauen. Während wir gespannt nach unten schauen, erklärt er, dass unter uns das Gefängnis war und das Wasser ein nützlicher Helfer. Denn immer wenn der Meererspiegel stieg, drückte es das Wasser unten ins Gefängnis und man entsorgte so seine Insassen. Ehrlich, ein gruseliger Gedanke!

(Bild folgt)

Auf einer kleinen Gasse sitzen lauter Einheimische und bieten Waren an. Zum einen Obst, Gemüse und zum anderen Handarbeiten. Fasziniert schauen wir einem jungen Mann zu, der aus kleinen Kokosnüssen etwas Besonderes zaubert. Uner seiner Hand entstehen Schildkröten und Eidechsen – die Kids sind begeistert und er erklärt geduldig, wie lange er an so einer Schildkröte schnitzt. Na, was denkt ihr?? 24 – 30h braucht er für so ein kleines Werk. Wir kaufen 2 für jeweils 25 Dollar und denken, es sind tolle Urlaubsandenken.