made by flo

Was ich vermisse?

 

Das Lächeln in deinen Augen zu sehen,

mit dir durch den Regen spazieren zu gehen.

Lachend durch den Möbelmarkt zu laufen

und gelbe Klammern zu kaufen.

 

Esskastanien entdecken und

sich hinterm Sofa verstecken.

Nebeneinander vorm Kamin liegen und lachen

und eben verrückte Sachen machen.

 

Auch wenn es Andere anders sehen,

vielleicht kannst du es in den Sternen sehen.

Sie sehen mich kalt und haben keinen Plan,

wie sehr man jemanden vermissen kann.

Jeden Tag denke ich daran,

auch, dass nur ich es ändern kann.

 

Egal was kommt egal was geschieht

ich hab dich mehr als lieb.

 

Es soll nicht so sein,

doch vielleicht irgendwann

bin ich wieder deine Frau und du mein Mann.

 

 

 

Was ist Glück

 

Menschen ziehen los,

unzufrieden mit sich selbst.

Menschen suchen Fehler,

niemals bei sich selbst.

 

Menschen  verzagen bei Kleinigkeiten,

Menschen verschwenden sich in Streitigkeiten.

Menschen sind immer auf der Suche,

doch sie wissen nicht wonach.

 

Menschen packt der Neid und der Hass

und dabei verpassen sie was.

Sie verpassen den Sinn in ihrem Leben,

denn jeder bekam ihn von Gott gegeben.

 

Sie verstehen nicht, dass Glück so vieles bedeuten kann.

Eine liebende Frau, ein liebender Mann.

Kinder die einem das Lächeln schenken,

Freunde die nicht über Besitz nachdenken.

 

Familie, die die Arme schützend um dich legt,

und ein Helfer, der in der Not dich pflegt.

Gesundheit unser höchstes Gut,

verschwenden sie, mich plagt die Wut.

 

Sie schauen in die Spiegel,

können sich selbst nicht leiden,

dabei wäre es einfach,

den Zorn zu vertreiben.

 

Wer sich  selbst liebt,

wer Liebe gibt,

wer Lachen kann –

das ist ein reicher Mann.

 

 

Freundschaft

Freundschaft ist eine Brücke,

die Brücke, die alles hält.

 

Freundschaft ist die Brücke,

die mein Leben erhellt.

 

Mein Leben wird dadurch reicher,

der Lebensweg ein wenig leichter.

 

Ein Freund lacht und hört zu,

und dieser Freund bist du!

 

Ziele

Ich gehe meinen Weg und kenne sie

meine Ziele, meine Wünsche, meine Träume.

Es gibt Menschen die träumen nicht,

die sehen die Schönheit des Lebens nicht.

 

Es gibt Menschen, die denken ich mache das,

und es macht ihnen ganz sicher keinen Spaß.

Es gibt Menschen die passen sich an,

und in paar Jahren denken sie dann.

 

Ja – sie grübeln und überlegen

warum hat sich das so ergeben.

 

Das Warum ist einfach erklärt,

jeder geht im Leben mal verkehrt.

doch den Mut zur Umkehr

findet man schlecht,

weil der Mensch macht es gern allen recht.

 

Umkehren kann schön sein,

Umkehren tut weh,

umkehren heißt Neubeginn

und der macht am Ende doch auch Sinn.

 

Frühling

ich schau aus dem Fenster der Himmel ist grau

die Stimmung des Menschen ist ebenso,

denn niemand ist wirklich bei Regen froh.

 

Irgendwo draußen im Garten oder am Wegesrand

entdecken wir trotzdem etwas

was gestern da noch nicht stand.

Mal gelb, mal lila, mal weiß mal blau

man  weiß es vorher nie so genau.

 

Und wenn ich diese Blumen und Gräser seh,

dann öffnet sich mein Herz,

der Frühling ist schön.

 

Jeden Tag was Neues entdecken,

kann selbst das stärkste Gemüt erwecken.

und öffnest du dein Herz dafür,

gehst mit offenen Augen

auch durch Regenwolken

erscheint dir der Tag heller

du kannst es glauben.

mittlerweile liegen so 200 Seiten auf meinem Rechner, 200 Seiten einer Geschichte, dies ist der Anfang ….

„Nennen wir es Achterbahn“

„Das Leben ist eine Geschichte, in der viel passiert.
Diese Geschichte ist etwas, was jeder Mensch für sich schreibt.
Ein Buch in dem Erinnerungen, Gefühle der Freude, der Trauer und der Liebe vorkommen.
Hast du angefangen zu Leben, dann schreib die Geschichte so, dass du Sie niemals bereuen wirst, wenn du alt bist und alles Revue passieren lässt. Besonders die Eigenschaft der Liebe besetzt eine Hauptrolle in der Geschichte. Du musst nur wissen, wie Du sie zur Hauptrolle in deinem Leben machst.“ Genau das waren meine Worte, denkt Sara als sie wieder und wieder diese Zeilen liest. Diese alte E-Mail lag auf dem Computer und erinnert sie gerade mal wieder daran, was sie immer gesagt hatte. „Wenn eines Tages mein letzter Tag gekommen ist, ich in die Kiste springen muss, dann will ich mich umdrehen können und sagen, geil war’s“ Stimmt, dieser Spruch da in der Mail, meine Worte, von demjenigen geschrieben, den ich am meisten in meinem Leben liebe, den ich aber auch am meisten verletzt habe – aber okay fangen wir von vorn an.Saras Leben war Energie pur. Sie setzt sich hin und beginnt einfach mal zu überlegen, zu überlegen warum, wieso, weshalb und vor allem wann das passiert ist, was vielleicht jeder anderen Frau auch passiert, womit sie sich aber nie zu frieden geben wollte.

 

Anfang der 70ger, in einem sehr behüteten Elternhaus begann Saras Leben, irgendwo im Osten Deutschlands mit vielleicht ein paar anderen Voraussetzungen als bei anderen Kindern. Sara verdankt ihr Leben eigentlich ihren Großmüttern, denn diese hatten unermüdlich erklärt, dass ein Kind eigentlich kein Kind ist und irgendwann beschlossen  ihre Eltern dem Drängen nachzugehen und ein Kind zu zeugen. Klingt gut, denkt Sara als sie das so liest. In Wahrheit mussten ihre Großmütter fast 7 Jahre reden und die eine Oma wohnte 500 km weit weg. Es gab kein Telefon, also konnte diese Oma immer nur zu dem einmal jährlich stattfindenden Besuch ihre Ermahnung aussprechen. Um ehrlich zu sein, spekulierten Saras Eltern doch auch mit einem Stammhalter, der den Hof übernehmen und Papas Träume weiterführen sollte. Nun dieser Stammhalter entpuppte sich später als sehr langes, klapperdürres Mädchen mit kohlrabenschwarzen Haaren. Noch heute konnten alle in gemütlicher Familienrunde darüber lachen, wie erschüttert beide Eltern waren, dass das Kind nun doch kein Sohn war. Schließlich hatte die Wahrsagerin doch vorhergesagt, dass es so kommen würde. Tja und der Name, der passte ja nun wirklich nicht. Paul als Mädchen wäre wohl mehr als unangebracht gewesen. Sara bekam ihren Namen dank ihrer großen Schwester, denn deren Lieblingspuppe hieß so. Für Sara stand deshalb schon sehr früh fest, mein Kind bekommt mal einen ganz besonderen Namen, einen Namen, wo man sich etwas darunter vorstellen kann. aber eigentlich wollte sie nie ein Kind. Das waren Dinge, die sehr früh feststanden – niemals heiraten und auf gar keinen Fall ein Kind. Tja wenn sie jetzt so zurück blickte, sie war die erste ihrer alten Klasse die einen Ehering trug und die erste die ein Kind bekam. Das Leben geht schon seltsame Wege, dachte Sara und stellte fest, wie schön es war in den alten Erinnerungen zu schwelgen. Doch stopp wir wollen ja erzählen wie es anfing.

Der Alltag in der Schule war hart. Heute würde man es Mobbing nennen’, denkt Sara und knabbert gedankenverloren an ihrem Bleistift. Die ersten Tage in der Schule fingen eigentlich schon damit an. Sara machte alles links, aber links schreiben? Niemals war das erlaubt und jedes Mal wenn Sara also ihren geliebten Füller in der linken Hand hielt, kamen Ermahnungen und irgendwann das Lineal des Lehrers. Es donnerte auf ihren Handrücken und erinnerte sie daran: Links schreiben ist verboten!

Ja, daran erinnerte sie sich noch genau, sie wusste auch heute noch, wie sich das große Holzlineal auf ihrem Handrücken anfühlte. Aber egal, diese Lehrerin machte ihre Arbeit mehr nicht und Sara?

Sara lernte doch tatsächlich mit der rechten Hand zuschreiben. Es sah eckiger aus, aber sie übte und übte und dann geschah etwas, womit niemand gerechnet hatte. Als sie endlich in der 4. Klasse so schreiben konnte, wie alle es erwarteten, trat eine neue Lehrerin vor die Klasse und diese schaute nicht einmal auf Saras Hand und irgendwann zwischen Matheaufgaben und einem Diktat wechselte der Füller achtlos von der rechten in die linke Hand. Dort blieb er dann auch. Heute konnte sie genau aus diesem Grund etwas, was die wenigsten Menschen können. Sie schreibt rechts und links und man erkennt fast keinen Unterschied. Tja wie war die Schule nun? Als erstes stellten irgendwelche Funktionäre fest, dass Sara ein außerordentliches, sportliches Talent besaß. Dies sollte gefördert werden. Der Weg dahin ganz einfach, in Leipzig gab es die Kinder- und Jungendsportschule, dort sollte Sara hingehen und lernen. Doch sie wollte nicht, sie wollte zu Hause bleiben, in ihrem kleinen Dorf, bei Oma, ihren Eltern und ihren Freunden. Nachdem Sara in der Schule bereits nein zu diesem Vorschlag gesagt hatte, bekamen ihre Eltern auf Arbeit regelmäßig Besuch. Sie sollten ihre Tochter doch überzeugen, dass sie dann das sozialistische Vaterland präsentieren würde.  Doch ihre Mama blieb hart. Wie froh war Sara über ihre Worte, „Wenn Sara sich dagegen entschieden hat, dann werden wir nichts anderes sagen!“, Ihre Mama sie war eben ihre Sonne gewesen. Diese Funktionäre versuchten noch oft Mittel und Wege zu finden um ihre Eltern und auch Sara zu überzeugen. Wenn denn kein Interesse an Leichtathletik besteht, wie wäre es denn mit Rudern?

Bei dem Gedanken muss Sara wieder grinsen, klar sie war gut im Kugelstoßen und Weitwurf gewesen, aber hatten die Funktionäre denn jemals einen Blick auf Sara geworfen? Sie war fast 1,80 m groß,  mittlerweile in der 6. Klasse und wog keine 50 kg. Hallo, sie war ein hässliches, klapperdürres Mädchen und sollte Rudern? Ihre langen Arme und Beine wirkten unkontrolliert, alle hänselten sie wegen ihrer Länge – oje wo sollte das noch hinführen. Mit ihrem Verstand von heute konnte Sara lächeln und ihren Eltern danken. Einfach kann der Druck damals nicht für sie gewesen sein, denn die Familie wurde schon sehr genau beobachtet. Ihr Onkel Günther, sie kannte ihn nur vom Hören, war in den Westen geflohen – erfolgreich. Das bedeutete für ihre Familie allerdings einen Marathon an Fragen. Ihre Mutter wurde auf Arbeit zu Verhören geholt, ihrer geliebten Oma wurde Mitwissen unterstellt – einfach war das Leben nie gewesen, aber das war es auch jetzt nicht, denn sonst würde Sara nicht hier sitzen und überlegen. Da sie für Jungs uninteressant war, konnte Sara sich, im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitschüler, auf die Schule konzentrieren. Ihre Lieblingsfächer waren Deutsch, Russisch, Englisch und Geschichte. Dort sammelte sie akribisch Zeitungsartikel, passte sie den Stoffgebieten an und sorgte immer für interessante Abwechslungen im Unterricht. Lernen fiel ihr leicht und sie konnte Stunden über Büchern sitzen. Es gab nur einen Bereich, den Sara am liebsten aus dem Stundenplan gestrichen hätte, Physik und Chemie. Ehrlich sie lernte für beide Fächer aber die Noten spielten Bungeejumping von der 1 bis zur 5 gab es alles. Ihren Physiklehrer freute es besonders, immer wieder holte er Sara zur mündlichen Kontrolle vor. Bekam sie eine gute Note, kommentierte er dies mit: „Tja heute Glück gehabt Müller!“, und die schlechten bekamen ein: „Wusste ich es doch: 5 setzen!“ Sie hasste es, aber er hasste ihre Familie. Noch so ein Fach war Staatsbürgerkunde, erinnert sich Sara. Über Politik wurde in ihrer Familie selten geredet, aber schon über den Mangel an Dingen. Ihre Mutter hatte ihr eingeschärft niemals gegen den Staat zu reden. Das würde sehr unangenehme Folgen haben und sie sollte doch an Onkel Günther denken. Also engagierte sie sich und meist sagte sie das Gegenteil von dem, was sie dachte und siehe da, es passte. Die Mangelwirtschaft bekam Sara daran zu spüren, dass sie unzählige Male in die Stadt fuhren. Mal waren sie auf Schuhsuche, dann wieder auf der Suche nach einer dicken Winterjacke. Meist schüttelten die Verkäuferinnen den Kopf, sagten, dass nächste Woche wieder neue Ware kommt und sie fuhren mit dem stinkigen Bus zurück. Es gab vieles nicht, aber andere hatten es einfacher, denn Sara hatte riesige Füße und brauchte schon die 41 und die wiederum wurde von den erwachsenen Frauen getragen.  Wenn sie dann endlich wieder zu Hause waren, setzte sich Sara wieder über ihre Bücher und versank in ihrer Welt. Stundenlang konnte sie einfach nur dasitzen oder liegen und lesen. Wenn sie las, dann gab es keine reelle Welt, keine Hänseleien und keine dummen Blicke, über zu kurze Hosenbeine. Lesen hieß für Sara, dass das, was da stand um sie herum passierte, sie sah und hörte nichts.  Damals stand für Sara fest, sie würde entweder Bibliothekarin werden oder eben irgendwas mit Kindern machen.