KANADA (British Columbia/ Vancouver Island)2018

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Da ist sie nun, die Reise, die Reise, welche schon 2017 stattfinden sollte und was bin ich glücklich und dankbar jetzt und hier tippen zu können und euch einzuladen diese Reise (zumindest ein wenig) mitzuerleben.

Der Start war schon ein wenig irre. Waren wir noch total relaxed in Dresden am Flughafen angekommen, kamen die ersten Schweißtropfen in der Wartezone. „DELAY“ stand da und das sorgte für ein wenig Herzklopfen. Wir mussten in München unseren Anschlussflug bekommen und mit jeder weiteren Minute, die verstrich, wurde dies knapper. Was macht man als aktiver Mensch? Ich ging also zu der netten Dame am Lufthansaschalter und fragte, wie es denn so sei, da wir ja in München in den Flieger nach Vancouver müssten. „Ja, da habe sie auch schon kontrolliert!“ Selbst über Frankfurt wäre es nicht möglich, aber vielleicht seien ja mehrere Gäste für Vancouver zu spät und dann bestünde die Möglichkeit, dass der Flieger wartet. Na toll, mehrere, wie viele Leute kennt ihr, die gerade eben mal über den Ozean reisen und nach Kanada wollen? Wir gingen genau dann in die Luft, als in München für unseren Flug das Boarding begann,  Aber soll ich euch was sagen, es war okay. Ich lebe und egal, dann wird es eben eine Nacht in München, dachte ich und genoss den Flug. Doch dann kam alles anders. Kaum dort gelandet, kam die Info über die Stewardess, dass wir mit einem eigenen Bus abgeholt werden, ja direkt am Flieger, und noch schnell zum Boarding gebracht werden. Von dort würden wir direkt zu unserem Flugzeug geschafft werden. Was für ein Service!  Genau das passierte dann auch und auf meine Nachfrage, was denn mit den Koffern sei, wurde ich informiert, dass diese separat von einem anderem Fahrer direkt zum Flugzeug gebracht werden. So kamen wir dann also doch noch in unseren Flieger. Happy schauten wir aus dem Fenster, als es auf die Rollbahn ging. Mein Herz hüpfte und klopfte wie verrückt. Ja, ich machte die Reise, die letztes Jahr ausfiel, wie genial, doch halt, was war das?? Der Capitän holte mich mit folgenden Worten aus meiner Traumwelt, in der ich schon durch die Weiten Kanadas fuhr. „I’m sorry, aber wir haben ein kleines, technisches Problem und müssen den Start abbrechen!“ Neee, oder? Aber wenn einmal alles geklappt hat, würde es doch auch dieses Mal eine Lösung geben und ich behielt recht. Das fehlenden Relais war vorrätig und so starteten wir 2,5 Stunden später.

Während des Fluges boten 3 Außenkameras immer wieder die Möglichkeit die Welt von oben zu sehen und jeder der mich kennt, weiß, ich konnte nicht widerstehen. Es war herrlich und so switchte ich immer wieder mal hin und her, während unser Flugzeug mit 950 km/h reiste. So toll alles aussah, so schockierend waren die Eisschollen ( was ja sicher in echt riesige Berge sind) vor und hinter Grönland. Hier mal ein Foto davon :

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Und dann beginnt unsere Reise. Erster Stop: Vancouver

Vancouver hat mich verzaubert. Ehrlich, es ist so voller Kontraste, so anders als erwartet. Da ist Downtown, das „alte“ Vancouver. Wobei alt hier eine ganz andere Bedeutung hat, denn die Stadt ist 150 Jahre alt und war schon einmal komplett niedergebrannt. „Downtown“ hat das drittgrößte Chinatown der Welt, hunderte, kleine Läden, eine Uhr, die mit Dampf angetrieben wird und damit einzigartig auf der Welt ist und strahlt einfach Harmonie aus. Auf der anderen Seite nennt man die Stadt „Glassy Town“ und ja das stimmt auch. Denn im Gegensatz zu „Downtown“ stehen hunderte Wolkenkratzer in der Sonne und das Sonnenlicht reflektiert sich darin.  Wir standen am 2. Tag sehr früh auf und nach einem leckerem Frühstück begann unsere Hop on/off um 8.55 Uhr.  Als erstes blieben wir einfach sitzen und genossen die Fahrt. Vorbei an einer riesigen Bibliothek, durch wunderbare Straßen, durch Chinatown hinüber zum Stadion. Die Expokugel von 1960 strahlte in der Sonne und unser Guide erklärte, dass mit der Expo damals Leben in die Stadt kam. Diese und die olympischen Spiele 2010 hätten dafür gesorgt, dass die Menschen die Stadt für sich entdeckten und das Leben hier mittlerweile sehr, sehr teuer geworden ist.

Hier zeigen euch ein paar Fotos die Highlights für mich. Die Uhr ist wirklich besonders und der Erfinder kommt oft vorbei und kontrolliert die Funktionen. Sie ist übrigens weltweit die einzige Uhr, die mit Dampf arbeitet. Genial oder ?? In unmittelbarer Nähe waren wir in The Old Spagetti Factory Mittag essen. Das Restaurant ist etwas ganz Besonderes. Alte Waagen, Nudelpressen und ähnliches zieren das Restaurant ebenso, wie ein alter Straßenbahnwagen. Seht selbst, ist es nicht wunderbar.

 

Wir saßen, ließen uns leckere Spagetti und Tortellini schmecken und schauten uns verliebt um.6884339F-4D1B-464F-8585-9AAD7E79B3B8 Nach dem Essen schlenderten wir weiter und entdeckten einen Laden, der lauter Geschenkartikel und witzige Shirts verkaufte. Ich glaube, wir waren eine Stunde am Staunen. Am Ende kaufen wir schon erste Souvenirs und Postkarten, damit ich meiner Leidenschaft, dem Schreiben, nachgehen kann. Ja, sicher, es ist für euch vielleicht altmodisch, doch wenn ihr mal eine bunte Karte statt Rechnungen oder Werbepost aus dem Briefkasten holt, lacht da nicht auch euer Herz? Ich für meinen Teil schreibe immer so 30 bis 40 Stück. (und nein, da steht nicht auf jeder der selbe Text oder nur liebe Grüße).

Die Totemphähle sind unser nächster Stopp. Sie sollen an die Geschichte der Indianer erinnern und hier trafen wir viele Touristen. Trotzdem wirkt auch dieser Platz nicht unruhig oder hektisch. Wunderbare Parks säumen Vancouver und Blumen verströmen Düfte. Entlang der Seemauer liefen wir und beobachtetenMenschen und Boote. Ein Betonwerk strahlt uns mit Gesichtern an und ich zücke erst einmal meine Kamera. So etwas, das hatte ich noch nie gesehen. Da sind echt die Behälter für de nflüssigen Beton als Figuren bemalt. Ich liebe es!

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Per Boot geht es ein paar Minuten über das Wasser und dann schlendern wir am Ufer entlang. Ich kann nicht genau sagen, wie viele Parks da so waren, aber es gibt sogar einen Hundepark. Ein Kaffee und eine kleine Pause und schon schlendern wir weiter. Da steht ein Klavier. Einfach so – der Beton ringsum ist mit rosa Blumen bemalt und das Klavier lädt ein. Man soll spielen und dann ein Foto an eine Webside senden. Ein alter Mann klimpert und ich zücke schon wieder meine Kamera.

 

Am nächsten Morgen stehen 2 Dinge auf meiner/unserer Liste. Erstens die Bibliothek ganz nah sehen und dann zur Hängebrücke. Da die Bibliothek nicht sehr weit von unserem Hotel entfernt ist, laufen wir hin und ich kann nur sagen, es ist mehr als beeindruckend. Wir schlendern durch und ich verliebe mich wieder.  Ja,Vancouver hat etwas. Dann ist es Zeit für das Bloedel Conservatory Es ist früh am Morgen, keine 10.oo Uhr als wir durch den wunderbaren Park schlendern. An der höchsten Stelle ist das Objekt meiner Begierde und mit 6,50CD Eintritt sind wir drinnen. Hier ein paar Eindrücke:

 

Ihr seht es flattert und fliegt alles war mega schön und bunt ist. Eine Schulklasse hat scheinbar Kunstunterricht dort und die vielleicht 8-9 Jahre alten Schüler versuchen verzweifelt die Papageien und Finken auf das Papier zu binden. ( nur ziemlich  schwer, wenn sie entweder Schwätzchen halten oder eben eine Flugrunde drehen)

 

Der nächste Stopp ist die Suspension Bridge in North Vancouver. Die Brücke ist 140m lang und befindet sich in der aufregenden Höhe von 70 Meter. Ja – ihr lest richtig: 70 Meter. Ich meine, ich weiß noch nicht, ob ich es mir zutraue, aber ich muss sie gesehen haben. Schon vor 2 Jahren hatten wir eine überquert. Leider sind beide Parkplätze hoffnungslos überfüllt. Wir fahren durch Seitenstraßen und suchen. Keine Chance – Schade! Für uns ist es nun Zeit Vancouver zu verlassen. Unsere nächste Station heißt:

Whistler

Sport-interessierte kennen diese Stadt vielleicht von den olympischen Winterspielen 2010. Malerisch zwischen Bergen gelegen finden wir unser Hotel. Listel Whistler schaut von außen so klein aus und hat doch wahnsinnig viele Zimmer. Gebaut wurden diese Hotels eigens für Olympia und so ist der kleine Ort mittlerweile ein Hoteldorf. Trotzdem bewahrt er sich Ruhe und Harmonie. Das Hotel bietet mit dem „Coldest Wodka-tasting room in the world“ ein Eiszimmer, wo man verschiedene Wodkas testen kann. Schon wenn man an der Tür vorbei ging, fühlte man die Kälte. Nun ist ja wohl klar, für wem Olympia dieses Hotel geplant hatte, oder?

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Wir entdecken die Berge ringsum, laufen und fahren unter anderem am nächsten Tag nach Lillooet. Ein malerischer kleiner Ort. Schon die Fahrt ist toll und immer wieder laden Viewpoints zum Stop ein. Meine Kamera fängt so viele schöne Motive ein. In Lillooet finden wir eine kleine Bäckerei und da es ja einen Geburtstagskuchen für meinen Schatz geben muss, parken wir und gehen hinein. Es ist das erste Mal, dass wir kein abgepacktes Brot sehen. Es ist die erste Bäckerei, wo man zusehen kann, wie gebacken wird. Diese kleine Bäckerei ist anders. Das fühle ich sofort. Jede Ecke ist liebevoll dekoriert und an der Wand steht, dass sie dazu dienen soll, die Gemeinschaft zu pflegen. Es gibt ein kleines Sideboard, wo man Bücher tauschen kann. Es gibt ein Zimmer, wo man seinen Kaffee genießen kann und den wunderbaren Blick Richtung Berge genießen soll. Es herrscht Ruhe und Harmonie und obwohl relativ viele Leute da sind und ihren Kaffee /Kuchen teils draußen oder drinnen genießen, spürt man keine Hektik. Jeder lächelt jeden an.

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In einem kleinen Laden kaufen wir ein paar Karten, fragen nach der Post (die schon wieder geschlossen ist) und kommen mit einem Mann ins Gespräch, der ohne Englisch versucht, den Weg zur Post von der Verkäuferin zu erfragen. Lachend helfe ich und er erzählt mir stolz, dass er sehr lange auf diese Reise gewartet hat und jetzt mit dem rollenden Hotel unterwegs ist. Fragend schauen wir ihn an und er fragt, ob wir denn den schönen roten Bus nicht gesehen haben? Nein, haben wir nicht – kommt aber vielleicht noch. In einem anderen Landen steht ein älterer Herr hintern Tresen und auch hier kommen wir ins Schwatzen. Er ist nach seiner Pensionierung hierher gezogen und meint, das British Columbia der schönste Fleck der Welt sei. Es stimmt, es ist wunderschön. Das Weingut,am anderen Ende des Ortes, ist als bestes der Welt ausgezeichnet wurden, erzählt er weiter. Während wir zurück laufen, fallen uns riesige Steine auf, die den Rand säumen. Allesamt leuchten und glänzen jadegrün. Und plötzlich ist da etwas rotes, riesig und es steht: „Das rollende Hotel“ dran. Tatsächlich steht da dieser Bus und neugierig schauen wir uns den mal an. Wir stellen fest: definitiv nichts für uns *lach* Bevor wir unser Auto erreichen, entdecken wir noch diese transportable Gefängniszelle.

C255EEB4-069E-40C1-AF3B-BDA670372769 Green Lake

Auf dem Rückweg halten wir wieder ab und an und genießen die Natur. Fasziniert stehen wir am „Blocked Lake“ wie ihn die Natives hier nennen. Riesige Bäume liegen im Wasser, unter Wasser, sind zum Teil ans Ufer gedrückt und ich drücke auf den Auslöser meiner Kamera.

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In Whistler laufen wir noch zum berühmten Olympic Plaza und machen Fotos von den Olympischen Ringen. Auch dort kommen wir wieder mit Leuten ins Gespräch. Niemand ist genervt oder gehetzt. Während wir nach den Namen der deutschen Olypioniken auf dem Geländer suchen, spricht eine Frau uns an. Anschließend schwatzen wir noch eine ganze Weile mit ihr und ihrem Mann. Beide sind das erste Mal in Kanada und auch sie stellen fest, dass es hier schöner ist, weil einfach die Gemeinschaft da ist. Weil diese deutsche Grundhektik, selbst in Hochburgen, der Touristen fehlt, weil die Kanadier eine natürliche Ruhe und Liebe für ihr Land mitbringen. Später sitzen wir im Hunter Gather und genießen den Abend.

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Am nächsten Tag reisen wir weiter. Als erstes fahren wir bis zur Horsebay und nehmen die Fähre zur Sunshine Coast. Die Überfahrt durch die Inseln ist herrlich und wir genießen Sonne und Wind. An Land erwarten uns noch ca 100 Kilometer auf einer Straße, die sich malerisch an die Küste anschmiegt. Alle Orte sind winzig und wir entscheiden uns für Lunch in  The Gumboot . Dieses  hat einen kleinen Garten und wir werden neugierig von einer, hm, Krähe beobachtet. Schaut selbst.

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Das Painted Boat ist unser nächstes Zuhaue auf Zeit. Wir bekamen einen Lageplan und die Information, dass unser Zimmer noch nicht fertig ist. Nicht schlimm, gibt es doch ein Restaurant und bei einem Kaffee lassen wir den Blick über die Bucht schweifen. Im Wasser lümmeln die Seesterne und ich sehe sie einfach nicht. Mein Schatz macht ein Foto und ich soll damit suchen und abgleichen. Schockiert finde ich am Ende einen riesigen Seestern auf dem Foto und nachher unzählige unter uns im Wasser.

Um vier Uhr können wir in unser Zimmer und sind erst einmal platt. Zimmer?? Wir haben 3 Schlafzimmer, 2 Wohnzimmer, 2 Bäder plus eine Toilette, eine Küche, ein Esszimmer, 2 Terrassen, begehbare Kleiderschränke und einen Ausblick auf die Bucht. Irre! Wir sind begeistert. Dann passiert etwas, wo jeder, der mich kennt, sagt, nee doch nicht die Flo. Wir haben das Restaurant neben oder besser, kurz unter uns, neben dem Pool. Es gibt in 6 min Entfernung 2 Frühstücksrestaurants, doch wir, wir wollen hier sein. Wir fahren in den Supermarkt, keine 5 min entfernt, und kaufen ein paar Dinge ein. Herrlich. Den restlichen Tag sind wir einfach faul und genießen das Leben.

Den 2. Tag hier verbringen wir nach einem herrlichen Frühstück erst einmal langsam. Wir fahren in den Ort runter und suchen eine Post. Dort kaufe ich doch tatsächlich 18 Briefmarken und noch 2 Postkarten, die bereits frankiert sind, für, haltet euch fest, fast 53 Canadische Dollar. Also jeder, der eine Postkarte bekommt, bitte heilig in den guten Schrank stellen*grins* Außerdem fahren wir in ein Hotel, wo der Besitzer Boote vermietet. Im Gespräch stellen wir fest, er ist ein Deutscher, der vor vielen Jahren ausgewandert ist und jetzt  hier glücklich ein Hotel betreibt. Für 14.45 Uhr sind wir wieder verabredet und so stehen wir pünktlich wieder bei ihm. Da wir beide seit mehreren Jahren den Führerschein besitzen, ist nicht viel zu erklären und wir gehen runter zum Boot. Ich gebe zu, ich bin das erste Mal enttäuscht. Unser Boot sieht aus wie eine Nussschale mit einem Straßenbahnabteil drin – egal. Doch es hat an die 100 PS!  Wir düsen los, erst  raus aus der Bucht, nach links, Richtung Wasserfall, zurück um die Inseln und Inselchen und dann wieder raus und rüber und dann wird es langsam Zeit umzukehren. Wie gut, dass im Navi ein Punkt gesetzt ist. Wir gehen auf Kurs, neben uns eine kleine, freche Seerobe und um uns Wasser, plötzlich schneidet ein relativ großes Boot unsere Fahrbahn und wir springen förmlich über die Wellen. Irre – nur der Punkt im Navi, hm, soll der wirklich stimmen???? Wir beide sind unsicher, aber die Nadel zeigt es so. Komisch ist nur, dass wir immer weiter und weiter aufs Meer fahren, Wir entscheiden uns gegen die Nadel und kommen irgendwann in eine Bucht. Unser Erkennungsmerkmal war eine grüne Garage, hm, diese gibt es hier gleich mehrmals und irgendwie schaut es anders raus. Das Boot sollte auch schon zurück sein, anrufen, klar, gute Idee, rufen wir ihn an, doch das Telefon schlummert liebevoll im Auto. Also? Raus aus der Bucht, ein Stück weiter oben wartet die nächste, doch nein, auch hier ist es nicht. Endlich finden wir eine bemanntes Boot, suchen im Internet nach der Adresse des Hotels und informieren über unser kleines, nennen wir es Missgeschick. Gleichzeitig erfahren wir, dass wir sehr weit weg von unserer Ausgangsposition sind.  Mein Herz sinkt in die Hose. Alles sieht so unheimlich gleich aus. Sonst sind wir immer Binnen gefahren und nun, aber wie ihr seht, wir haben es geschafft. Ganz allein und können herrlich drüber lachen.

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Am nächsten Morgen verlassen wir unsere Unterkunft sehr früh. Wir wollen nach Norden und dazu sind 2 Fährfahrten notwendig. Die erste Fähre ist in Earls Cove und mit uns stehen einige wenige Leute und warten auf die 8.20 Uhr Fähre. 8.20 Uhr bedeutet, dass unser Wecker 6.15 Uhr klingelte. Die Fahrt dauert so 25 Minuten. Der Morgen ist so herrlich, auf der Fahrt zu Fähre schlendern die Caribous am Straßenrand. Nach 30 min auf dem Wasser erreichen wir Powel River. Die Fähre dort legt erst 11.50 Uhr ab, leider harmonieren die Fährzeiten nicht miteinander. Wir fahren zum Hafen, melden uns an und lassen das Auto stehen, um in der Stadt einen Kaffee zu trinken und uns ein wenig umzusehen. Die 75-minütige Überfahrt nach Combell River ist so schnell um. Neben uns platscht ein echt dicker Wal ins Wasser, die Sonne lacht und Möwen kreischen neben Seehunden. Combell River wird für uns nur eine Zwischenstation für ein besonderes Abenteuer.                  8D954F2C-70C6-44A8-B171-C24026ACE66F                          347A44B0-97E5-4D01-9349-83E76AE8BBD1Das Hotel Comfort Inn ist weitaus besser und moderner als das Schwesternhotel in Vancouver und fast bedauern wir, dass wir nur eine Nacht hier haben, aber ….. Die Fahrt bis zur Stadt geniessen wir auf dem Coast Highway 19a. Die Strände liegen voll mit alten Baumstämmen und Wurzeln, auf denen sich allerlei Seevögel tummeln. Herrlich. Immer wieder stoppen wir und ich kann fotografieren. Am Abend bestaunen wir die Figuren, die zum jährlichen Kettensägenwettbewerb entstehen und fallen müde ins Bett.

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7.30 Uhr am nächsten Morgen verlassen wir das Hotel. Das Frühstück ist toll, doch die anderen Leute da, nur 14, aber so laut wie 100, also nichts wie weg. Keine 5 km vom Hotel entfernt, lassen wir unser Gepäck einlagern und nehmen einen kleinen Extrakoffer, meinen Rucksack und die Kameratasche. Nach einer kurzen Einweisung stehen wir vor dem Wasserflugzeug, welches uns auf eine Insel bringen soll. Das Besondere daran: kein Internet, kein Telefon, kein TV – dafür aber Natur pur und Bären! Plötzlich wird es sehr laut und unser Guide sagt, dass noch eine Gruppe Belgier mit  uns fliegt. Wir ahnen es und stellen gleichzeitig fest, dass wir doch niemals alle in einen Flieger passen. „Don’t worry“ Es kommt noch ein zweites Flugzeug und wir fliegen mit diesem. Der Flug ist so anders als erwartet, viel ruhiger und die 80 km sind schnell zurück gelegt.

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Die Floating Lodge liegt irgendwo im Nirgendwo und mit uns landet auch reichlich Verpflegung. Knight Inlet Lodge, sie versprechen Abenteuer. Na dann ….

Kaum angekommen, sitzen wir mit Schwimmweste auf einen kleinen Boot. Gemeinsam mit Peggy und Andre, einem deutschen Paar, das uns ans Herz wachsen wird, und zwei Australiern geht es los. Ach halt, die künstlerische Freiheit hat hier (fast) Nova vergessen. Sie ist unser Guide bis zum Mittag. Aber egal, wo wir lang fahren, außer Seerobben nichts. (Kann ja toll werden, denke ich, doch ich schweige lieber. ) Zum Mittag sind wir zurück und unsere Erwartungen, was das Essen angeht, werden komplett übertroffen. Sofort nach dem Mittag  sitzen wir in einem Speedboot und mit uns 6 der lauten Belgier. Sie sind laut, sie kreischen, als wenn sie 15 wären, dominieren das Boot, doch sie entschuldigen sich dafür. Kann man nicht ändern, ich weiß. Wir erfahren viel über die Geschichte der Natives, kommen an einen riesigen Wasserfall, erfahren, dass das Wasser  so milchig ist, weil sehr viel Gletscherwasser darin enthalten ist. Fotos  sind kaum möglich, die Belgier springen immer hin und her und als plötzlich Delfine neben uns sind, da sind die 6 Belgier eine Mauer, die man nicht überschauen kann. Enttäuscht sind wir  nach 2,5 Stunden zurück im Camp, wo es leckeren Kuchen und Kaffee gibt. Emma, unser Guide, sieht mir glaub an, was ich denke. Aber ihre Art über die Wellen zu rasen, die mag ich. Nach 30 Minuten Pause, die nächste Tour. Wieder das kleine Boot. Jason ist dieses Mal unser Guide und was er so über Bären weiß, ich bnin begeistert! Er steuert das Boot auf einen kleinen Flussarm zu und stoppt. Da ist er oder  besser sie. Mein erster Bär, sorry Bärin, wie Jason mir erklären wird. Mein Herz klopft wie irre. Gemeinsam mit Peggy, Andre und den 2 Australiern drücken wir immer wieder auf die Auslöser der Kameras. Sie schwimmt vor uns und dann sitzt sie im Gras am Rand und frisst. Schon am Morgen hatte Nova uns erklärt, dass Bären im Sommer dieses Gras lieben. Gebannt schauen wir zu.

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Es ist nicht der einzige Bär, den wir sehen. Als Highlight ist dann sogar ein Bär neben unserer Lodge und turnt so in ca. 25m Entfernung. Als Erklärung: wir fahren maximal 50 Meter an einen Bär. Die Guides sind erfahren und es besteht weder für die Bären noch für uns ein Risiko. Das der Bär so nah an unserer Lodge ist, hat er entschieden. Er turnt über einen Baumstamm und klettert über Steine.

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Am Abend überraschen sie uns mit einem gelungene Essen und es gibt einen Vortrag über Delfine. Wir sitzen mit Peggy und Andre zusammen, genießen die Sonne und staunen, wie albern und laut sich die Belgier benehmen ( leider auch respektlos) Gemeinsam gehen wir zum Leiter der  Touren und beraten, was wir am nächsten Morgen machen können. (uns ist es egal was, aber: keine Belgier aus der Gruppe)

 

Am Ende sind wir zu fünft wieder mit Nova unterwegs und hier lasse ich einfach meine Bilder mit folgenden Worten sprechen. Das Meer ist ruhig, über uns ein paar Möwen, in der Ferne streiten 2 Weißkopfadler, neben uns Seerobben und vor uns …

( auch wenn die Bären hier vielleicht klein aussehen, bedenkt : es ist eine Entfernung zwischen uns ….es waren immer ausgewachsene Gryzzlys)

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( dieser letzte hier, lief am Ufer entlang, drehte einen Stein nach den anderen um und dann schaute er zu uns und kratzte sich ).           Zurück voller Eindrücke hat sich ein Bär hinter unsere Lodge verirrt. Keine 10 Meter ist er von uns entfernt und frisst. Meine Kamera glüht. Er kann uns riechen, dreht sich zu uns… geht aus dem Wasser, läuft ein Stück, nimmt wieder Witterung auf, oje, nein nichts oje! Ich habe keine Sekunde Angst. Er kommt zurück ins Wasser, schwimmt ein Stück, schüttelt sich und verlässt das Wasser wieder.

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Ich habe viel über Bären gelernt, ich weiß jetzt, dass der Buckel einfach nur Muskeln sind und dieser ja mit den Altersjahre des Bären wächst. Ich weiß, dass ich nicht einmal Kaugummi kauen darf oder einen in der Jacke haben sollte, sie können alles riechen und bei dem Geruch, kennen Sie keine Grenzen. Ich weiß, ich soll ihn nicht in die Augen sehen, wenn mir einer über den Weg läuft und ich soll reden und mich langsam bewegen. Tot stellen, wäre mein Todesurteil…. danke ihr Guides, es war toll!

Aus dem Camp geht es wieder per Wasserflugzeug. Ich darf der Co-Pilot sein. An Land verabschieden wir uns und gehen mit tausend Bildern im Kopf zu unserem Auto. In der Nähe von Cambell River gibt es die Elk Falls und eine Hängebrücke. Andre und Peggy hatten uns den Tipp gegeben und so fahren wir dorthin.

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Dann geht es weiter nach Parksville. Der kleine Ort begeistert mit wunderschönen Stränden. Leider stellen wir bei unserem Rundgang durch die Stadt fest, dass alle Läden bereits geschlossen sind. Selbst der nette Typ an der Smoothiebar kann uns keinen Sitzplatz anbieten, da er schließt. Er informiert uns, dass hier eh nur 10000 Leute leben, die meisten davon älter und die wollen abends nirgendwo hin. Okay, schlendern wir eben allein. Unser Hotel ist das Quality Bay Resort und dieses hat ein Restaurant unten. Bei herrlichem Essen schauen wir den Robben zu, die sich zwischen den Wassersportlern tummeln.

Unsere Reise geht nun über den Highway 4 nach Tofino. Genau am Highway liegt ein fast ausgetrockneter Fluss. Dieser muss früher einmal sehr reißend gewesen sein, heute klettern wir über riesige Felsen nach unten und staunen, wie viele Leute dort baden.

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675448BF-1FF5-4C04-94D1-A2F18F338221Unser nächster Halt ist, nach einer tollen Fahrt durch den Regenwald, ein Ort mit einen verrückten Namen. Die Anwohner nennen ihn liebevoll „Ukee“. In Wahrheit heißt der Ort allerdings Ucluelet. Ich bin mir sicher, dass sie selbst nicht einmal wissen, wie man das sprechen soll.*lach* Nach einem leckeren Kaffee laufen wir auf dem „Pacific Wild Trail“ unter urigen Baumriesen zum Lighthouse. Dieses liegt oberhalb und auf Vulkangestein. In der Ferne tönt das Nebelhorn und der Regenwald gibt seine eigene Musik dazu.

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Durch den „Pacific Rim Nationalpark“ gelangen wir nach Tofino. Auf dem Weg bremsen wir an einem Strand, der riesig weit und sandig ist. Wellen peitschen und Surfer genießen das Toben der See. Wir aber frieren, denn während wir die letzten Tage immer 25 bis 30 Grad oder mehr hatten, herrschen mit 16 Grad, für uns, eisige Temperaturen.

Die nächsten Tage wohnen wir im BW Tin Wis Resort. In Tofino steigen wir in ein Boot, um Wale und andere Wassertiere zu beobachten. Der Tag ist grau, 15 Grad und die Wolken hängen so tief, dass man meint, man kann sie anfassen. Zu 10 sitzen wir dick eingemummelt auf einem Motorboot und beginnen unsere Entdeckungstour. Neben uns schwimmt irgendwann ein Seelöwe, später Robben und irgendwann ist da in der Ferne die erste Fontäne, ich kann sie am Anfang nicht finden, während alle anderen schon den Schwanz der Wals sehen, bin ich ratlos. Doch dann wieder Fontänen, nach mehr als 7 Minuten. Unser Guide erklärt uns, dass es ein Teenager Grauwal ist. Fasziniert warten wir auf weitere Fontänen und plötzlich meldet ein Boot, dass ein zweiter Grauwal vom Meer aus in unsere Richtung schwimmt. Gespannt warteten wir auf die Reaktionen. Später sahen wir noch riesige Seelöwen faul auf einen Felsen liegen. 1200 kg kann ein Männchen wiegen. Es war als würden sie posen. Herrlich! Wusstet ihr, dass sie so dichtes Fell haben, dass das Wasser nicht  an ihre Haut kommt?

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Auf dem Rückweg kamen wir noch am Kindergarten der Seeotter vorbei. Faul lagen sie auf dem Rücken und ließen sich treiben. Zurück im Richtung Hafen waren Seehunde und am Ende begrüßte uns wieder das Weißkopfseeadlerpärchen. 26E58341-CC62-4996-81EC-67E8E8E35388

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Am Abend ließen wir uns bei einem Kanadier lecker Pizza schmecken und er erzählte, dass er vor vielen Jahren in Deutschland gelebt hat. Seine Mutter hatte ihn 10 jährig einfach in Deutschland gelassen. Auch wenn er am Anfang kein Verständnis hatte, so denkt er heute, diese 6 Jahre waren sein größtes Geschenk. Jetzt steht er schon seit 45 Jahren her am Tresen und bereitet Pizza zu.

 

Den dritten Tag in Tofino beginnen wir mit einem Frühstück im bekannten Cafe Rhino. Wir nehmen eine 6er Donatbox und können und beim Esse nein Grinsen nicht verkneifen. Es gibt tatsächlich einen Donat, wo in der Zuckercreme Schinkenspreck liegt. IGGITTT!

Was ganz witzig ist, auf der Stromleitung kurz hinter dem Café hängen weit über unseren Köpfen unzählige Schuhe. Hm, warum ?? Wieso ?? Aber, vorallem: wie sind die da hoch gelangt ? Tausend Fragezeichen über meinem Kopf, doch ich zücke die Kamera. C681CC30-CA31-4FC7-858F-9CAB25C8ACE4                                 Am Mittag ziehen wir wieder ein Schwimmweste an und steigen in ein Kajak. Ziel ist heute die Mensara Insel. Auf ihr sollen 1000 bis 1500 Jahre alte Bäume stehen und wir sind gespannt. Da die Tour  so auf dem Meer allein gefährlich ist, begleitet Alex uns. Dann geht es los. Schon nach 10 Minuten möchte ich am liebsten umdrehen. Alles wackelt und ich habe Angst umzukippen. Das Paddeln ist schwer und ich schließe meine Augen und paddel einfach mal so. Irgendwann wird es besser und es fängt an Spaß zu machen, wenn da nur nicht immer diese Wellen von den Booten wären, würde es leichter gehen zu paddeln. Alex ist ein genialer Guide. An einem Felsen holt er einen Seestern aus dem Wasser und erklärt uns, wie sie leben und dann habe ich ihn in der Hand. Ich hätte niemals gedacht, dass er so schwer ist und so hart.

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BDDE58FE-1455-41EA-9E8D-28A5131FBC32Später holt er an einer anderen Stelle einen Krebs raus und wir lernen viel über Krebse. Doch dann ist auch dieser Stopp vorbei und wir paddeln weiter. Endlich legen wir an, die Hände schmerzen, aber wir sind glücklich. Dann wandern wir unter den alten Bäumen entlang und Alex erzählt zu den Zedern und deren Alter. Wirt sind  begeistert.

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Am Ende müssen wir wieder zurück. Ein wenig graut mir vor der Tour. Wieder haben wir Richtung Hafen den Seeadler über uns. Ich habe Blasen an den Händen, aber ich habe 12 Monate nach meiner ersten 14-tägigen Chemo 7 Kilometer auf dem Wasser, gegen den Wind, gegen die Strömung gepaddelt. Als Belohnung gehe ich in Tofino in einen kleinen Buchladen und kaufe mir den Nachfolger des Rosieprojektes. Wie immer lasse ich es signieren.

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Als wir wieder bei Ronny in der Pizzeria sitzen, erzählen andere Gäste, dass ein Bär am Strand ist, weil Leute Essen mit ans Wasser genommen haben. Mein Strandbesuch fällt also aus.

Von Tofino reisen wir über Naneimo nach Victoria. Diese Stadt kennen die meisten Leute im Zusammenhang mit Vancouver Island. Hier werden wir die letzten 3 Tage verbringen. Meine Gedanken sind so ein bisschen geteilt, habe ich doch gehört, dass diese Stadt von Touristen überrannt wird und das ist ja dann so überhaupt nicht unser Fall. Am Ortsausgang von Tofino steht ein ausgewachsener Schwarzbär und beobachtet unsere Abfahrt.

Auf der Fahrt zum Hotel BW Plaza. sehen wir ein Schild „Blueberries next to the Highway“ und weil das Obst hier ja so lecker ist, fahren wir mal kurz runter. Das „kurz“ entpuppt sich als eine 3 km lange Fahrte durch den Wald, ein schmaler Trampelpfad, doch man kann es fahren. Dann stehen wir vor der Farm. Eine Rieke mit 2 Kids schaut uns fragend an und wir, wir schauen uns fragend um. In einer Scheune stehen massig Kartons, einige gefüllt mit Blaubeeren, andere leer. Keine Klingel, dafür aber ein Preisliste. Wir rufen, keine Antwort, dafür reißt die Rehmutter samt Kindern aus. Endlich, als wir schon wieder abfahren wollen, kommt ein älterer Mann und nach einem Schwatz, habe ich eine Tüte voller frischer Blaubeeren auf den Beinen und während der Weiterfahrt naschen wir.

Unser  Hotel findet man mitten in Downtown, damit kann man alles zu Fuss erreichen und unser Auto kann stehen bleiben. Was ich zu diesem Best Western sagen muss, dass es absolut aus allen anderen, schon von uns besuchten, Best Western Hotels hervorsticht. Erstens ist es sehr modern und der Serive ist einzigartig. Egal wem man vom Personal ansprach, sie waren mega freundlich und hatten immer Zeit. Doch zurück zu Victoria. Eigentlich kann ich diesen Teil der Stadt mit einem einzigen Satz beschreiben: Ich habe mich verliebt. Ehrlich!! ( ja, ich weiß, schon wieder) Es fühlt sich so ein bisschen an, wie in einer anderen Zeit. Victoria bietet eine Vielzahl an alten Häusern, Straßenzügen und es ist einfach herrlich da entlang zu schlendern.

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Gleich in der Nähe unseres Hotels befindet sich das älteste, erhaltene Chinatown Nordamerikas und auch wir schlenderten durch das Viertel. Neben dem Rekord des ältesten Chinatowns hat es noch einen weiteren. Es gibt die schmalste Straße.

 

Besonders hoch schlug mein Herz also ich das Munro Buchhaus entdeckte. Da drinnen zu stehen und Bücher in den Händen zu halten, zu blättern und zu schmöckern, das war ein Höhepunkt für mich. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und kaufte drei Bücher und eines ließ ich wieder signieren.

 

Ein wenig Kultur muss auch sein und so besuchten wir das BC Museum und im Anschluss die Miniaturenwelt. Auch davon sollt ihr ein paar Fotos bekommen und habt damit die Möglichkeit ein wenig beizuwohnen.

 

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Mit der 10.00 Uhr Fähre von Swatzbay nach Vancouver beginnt der letzte Teil unserer Reise. Nach 1:40h erreichen wir Vanouver und bis zum Airport ist es nicht mehr so weit. Wir werden wieder in den Flieger steigen und zurück nach Deutschland fliegen, die Kids warten und noch einiges mehr. Wir sind mit dem Auto nur 1574 Kilometer gefahren, doch haben wir 4 Mal die Fähre genutzt, einfach um Zeit zu sparen. Wir haben 15 wunderbare Tage hier erlebt und gehen mit dem Wissen: Wir kommen wieder!

7DDD3C10-CFC0-41D3-B7D1-15981B21E31EWE LOVE YOU, CANADA.

Ich möchte euch allen Mut machen, traut euch solche Reisen zu machen. So und nur so lernt ihr Land und Leute kennen. Das Leben ist schön und es ist zu schön, um es als Pauschalurlauber an einem Ort zu verbringen. Wer Fragen hat – gern per Mail an dieflo73@gmail.com – Alles Liebe und bis bald eure Flo

 

 

 

 

 

 

 

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