Bautzen & Lusatia Verlag

Bautzenich steh dazu: ich liebe diese Stadt und  so klein wie wir sind, wir haben  einen eigenen Verlag hier und es   gibt etwas  Besonderes – wir leben zweisprachig,  unser Verlag veröffentlicht  sowohl deutsch, aber auch sorbisch.  Sorbisch ?? Ich sehe eure Stirn schon in Runzeln liegen – sorbisch ist eine alte, slawische Sprache, die hier noch gelebt und gesprochen wird. Ab und an habe ich auch schon auf lovelybooks über Autoren von hier berichtet, nun also auch hier!

Wenn ich durch meine Stadt gehe, dann wünschte ich all die alten Türme würden mir ihre Geschichten erzählen, ich würde mein Ohr an das kalte Gestein legen und zuhören, tagelang, ich würde mich auf das von der Sonne gewärmte Pflaster legen und meinen  Urlaub mit zuhören verbringen wollen …  

Witajće k nam! ( Herzlich Willkommen)

„Bautzen, das sind 2 Sprachen, 8 Museen, 17 Türme, 20 Senfsorten, 80 Innenstadt-Kneipen, über 200 Saurier und eine über 1.000 jährige Geschichte…“ Bautzen ist ein Teil von mir … geht stöbern und verliebt euch ,-)

Annelies Schulz „DAS KINDHEITSHAUS“ 

Durch Zufall war ich Gast bei einer Lesung und ich kann nur sagen, die Autorin hat mich mit ihren über 80 Jahren begeistert! 1 1/2 Stunden hat sie ein wenig geplaudert, aus der Zeit damals, als die Mädchen noch zum Tanzball abgeholt wurden, die Großmutter zu Hause das Sagen hatte und sie ihre Kindheit in der Oberlausitz verbracht hat. Sie hat gelesen und mit ihrer Stimme mein Herz erreicht – ich musste dieses Buch haben!

Mit ihrem herrlichen Humor und Wortspielen rennt der Leser nur so durch das Buch. Man sieht die Landschaft damals und erinnert sich an die Worte der eigenen Oma, wie damals so alles war! „Das Kindheitshaus“ könnte von jedem Leser sein, der eine tiefe Bindung an sein Zuhause hat. Die Großmutter spricht Oberlausitzer Mundart – es kommt einfach nur herrlich rüber! ich habe mich auf all den Seiten wunderbar unterhalten gefühlt! Streiche und Überraschungen gibt es eben in jede „Generation Kind“ ISBN: 9783936758269 Lusatia Verlag, 380 Seiten

Christian Schneider  „Das Ende vom Paradies“ 

Fünf Häuser zusammen – sie ergeben das Paradies und dieses liegt so zirka 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Christian Schneider hat mit diesem Roman ein Stück Familiengeschichte festgehalten, sie beginnt nach dem 2. Weltkrieg und zeigt das Leben der Schusters – am Ende mit einem Satz beschrieben: Alles? Oder so ? oder Zu viel falsch gemacht? Paul Schuster verbringt seinen Lebensabend mit Erinnerungen, aber nicht,weil er sich erinnern möchte, nein, sein Sohn zwingt ihn und so zieht das Leben des Bauunternehmers vorbei und der Leser taucht ein. Er besucht die Kirche in Malschwitz, schlendert über Plätze der Gemeinde und erlebt die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts mit all seiner Dramatik, seiner Schlichtheit und dann mit dem Urknall. Eine Familie, mehrere Generationen – die Schusters entführen den Leser auf über 600 Seiten und auch wenn das Buch sich nicht einfach zu lesen ist, es ist jede Seite wert. Mit nicht einfach möchte ich einfach den Hinweis geben, dass es nicht gerade für Schüler unter 14 geeignet ist, wie ich im eigenen Freundeskreis erleben durfte. Auch wenn eine große Freude am Lesen herrscht, so ist es doch eher etwas, für Leser, die diese Zeit erlebt haben oder geschichtliches Interesse mitbringen.

616 Seiten,  ISBN-10: 3742022369 Domowina-Verlag

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